27.07.2019 - Gedenkmesse für Anton Schosser zum 170. Todestag

 

Geradezu mystische Klänge entlockten die Bläser des Anton Schosser-Quartetts ihren Instrumenten am 27.07.19, einem schwülheissen Sommerabend in der Losensteiner Pfarrkirche, an dem von ihnen eine wahrhaft festliche Gedenkfeier zum 170.Todestag von Anton Schosser gestaltet wurde.  Eine unüblich hohe Kirchgängerschar sang auswendig und begeistert beim Losensteiner-Lied mit.

Karl Platzer als "fünftes" Quartettmitglied gab zum Schluss einen sehr einfühlsamen Kurzüberblick zum Leben des großen Dichters und Musikers. Es war von bitterer Armut geprägt, von großen politischen Umstürzen, doch auch von der Liebe zu den Bergen und der Natur. Als Landvermesser erwanderte er weite Teile der Heimat und seine Katasterzeichnungen sowie viele Baupläne sind laut Msgr. Bachleitner, der die Messe zelebrierte, heute noch ein Vorbild an Genauigkeit und zeichnerischem Können.

Tiefe Bescheidenheit und eine zeitlebens schwache Gesundheit prägten dieses kurze Leben, unvergessen bleiben hingegen seine Lieder und Gedichte, die mit dem Erzherzog Johann Jodler gekrönt wurden. Hochgeachtet als wahrer Volkssänger seiner Zeit, aber ebenso wie Franz Stelzhamer ein Lebenskünstler ohne großen materiellen Erfolg, starb er mit nur 48 Jahren am 26.Juli 1849  in Steyr an Tuberkulose. 

Ein großes Danke gebührt dem Anton-Schosser-Quartett für ihre Bereitschaft, ihrem Namensgeber eine ehrende Stunde zu widmen. 

Christine Kaltenböck, Sierning (Stelzhamerbund)

ASQ mit Msgr. Bachleitner und Bürgermeister Leopold Arthofer vor der Schosser-Büste am Kirchenplatz Losenstein
ASQ mit Msgr. Bachleitner und Bürgermeister Leopold Arthofer vor der Schosser-Büste am Kirchenplatz Losenstein
OÖN 25.07.2019
OÖN 25.07.2019